Wenn Löwen nicht mehr lächeln

Disney verfilmt seine Zeichentrickerfolge neu: Hohe Kunst der Computeranimation oder bloß Geldmacherei?


Sabina Zeithammer

Feuilleton, FALTER 29/19 vom 17.07.2019

So ein Löwe hat nicht viel Mimik. Er kann brüllen, fauchen oder gähnen, sonst blickt er recht ausdruckslos aus gelben Augen. Man kann sich davon in Naturdokus überzeugen -oder in der Neuverfilmung von "Der König der Löwen".

Vor 25 Jahren war der Zeichentrickfilm rund um den kleinen Löwenprinzen Simba, der nach dem Tod seines Vaters und dem Verlust seiner Heimat einen langen Weg vor sich hat, um Löwenkönig zu werden, ein großer Erfolg. Nun bringt Disney die Geschichte erneut ins Kino. Die Tiere der afrikanischen "Pride Lands", wie Simbas Zuhause im englischsprachigen Original heißt, sind diesmal fotorealistisch computeranimiert.

Die Erzählung und die Lieder sind bis auf minimale Ergänzungen dieselben. Es scheint also eine verhältnismäßig geringe, da bloß optische Veränderung zu sein. Und doch macht es einen riesigen Unterschied. Jon Favreaus Adaption transportiert Emotionen fast ausschließlich über die Sprache: Wo die Löwen 1994 lachten und weinten, überrascht, erfreut

  537 Wörter       3 Minuten
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?
Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:
Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Alle Feuilleton-Artikel finden Sie in unserem Archiv.

Anzeige

Anzeige