"Die Langweile wird unterschätzt"

Die Linzer Filmemacherin Edith Stauber schnitzt aus dem Alltag kleine Meisterwerke des Poetischen. Am 8.8. zu sehen in einer Personale


PORTRÄT: MICHAEL OMASTA

Feuilleton, FALTER 31/19 vom 31.07.2019

Treffpunkt ist das Café im Botanischen Garten in Linz. Dort nimmt Edith Stauber gerade an der Gruppenausstellung "Im Kraut" teil, doch hauptsächlich ist die Künstlerin für ihre hinreißenden Animationsfilme bekannt. Wollte sie über diese schattige Grünoase hier einen Film machen, würde sie wie immer über die Tonebene einsteigen und die markantesten Geräusche zu recherchieren beginnen: das Knirschen der Kieswege vielleicht, das Summen der Bienen, das gleichförmige Zs-Zs-Zs der Rasensprenger.

Es ist die Poesie des Alltäglichen, gewürzt mit subtilem Witz, die durch Edith Staubers semidokumentarische Werke weht. Ein halbes Dutzend kurzer Animationsfilme hat sie in den letzten zehn, elf Jahren realisiert: Zusammen wirken sie wie ein einziger, knapp einstündiger Film. Donnerstag nächster Woche hat man beim Open-Air-Kino dotdotdot im Wiener Gartenpalais Schönborn die seltene Gelegenheit, ihn zu sehen.

Räume werden erkundet: ein gut besuchtes Freibad, der überfüllte Wartesaal eines

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