Die geplante Beschlagnahmung

Vor einem Vierteljahrhundert deckte das Wochenmagazin Profil den Fall Groër auf, der die konservative Reichshälfte erschütterte. ÖVP-Urgestein Andreas Khol erinnert sich

JOSEF VOTZI
MEDIEN, FALTER 33/19 vom 13.08.2019

1995: Die ÖVP feiert ihr 50-Jahr-Jubiläum mit Bischof Groër. Wenig später tritt er wegen der Profil-Geschichte über den sexuellen Missbrauchsskandal zurück (Foto: Hans Techt / APA / picturedesk.com)

Im Mai veröffentlichte der Falter ein Stück Zeitgeschichte. Erstmals sprach der christlichsoziale Ex-Raiffeisen-Boss Christian Konrad öffentlich über die Causa Groër.

Es war der größte Kirchenskandal Österreichs. Dem damaligen Wiener Erzbischof Hans Hermann Groër wurde sexueller Missbrauch vorgeworfen. Das Wochenmagazin Profil deckte den Skandal vor einem Vierteljahrhundert auf. Dabei hatte der damalige Raiffeisen-Boss und Profil-Eigentümervertreter Konrad die Geschichte in einem ersten Reflex verhindern wollen. Wenige Wochen nachdem die Geschichte erschienen war, trat Groër ab.

Auch die ÖVP hatte eine Intervention überlegt. Das Gespräch zwischen dem damaligen Profil-Chefredakteur Josef Votzi und dem ehemaligen Eigentümervertreter Konrad ein Vierteljahrhundert später weckte im ÖVP-Urgestein Andreas Khol sehr persönliche Erinnerungen und überraschende Einsichten.

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