Neue Details aus der Buchhaltung der Liste Kurz

FALTER-Redaktion
10.09.2019

Der FALTER berichtet in der aktuellen Ausgabe über weitere Details aus den ihm anonym zugespielten Buchhaltungs- und Personalunterlagen der ÖVP.


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Unter Obmann Sebastian Kurz sind die Schulden der ÖVP exorbitant gestiegen. Parallel dazu fallen für Werbung, Marketing, Beratung und Inszenierung hohe Kosten an.

Stefan Steiner, der wichtigste strategische Berater von Kurz, erhält im Rahmen eines Beratervertrages monatlich 33.000 Euro brutto. Im Jahr 2017 zahlte die ÖVP laut Rechnungseingangsbuch 1,7 Millionen Euro an die Agentur „Campaigning Bureau“ des Kurz-Weggefährten Philipp Maderthaner. Darin enthalten waren auch hohe Summen für Facebook-Werbung. Szene-Gastronom Martin Ho erhielt von der ÖVP im Jahr 2018 60.000 Euro, alleine für eine Party im engeren Kreis aus Anlass „100 Tage Regierung“ gab die Partei mehr als 26.000 Euro aus. Das Sommerfest 2018 schlug mit 160.000 Euro zu Buche, ein Adventempfang mit Maroni und Punsch steht mit 70.000 Euro in den Büchern. Die Unterlagen geben auch Aufschluss über Diskrepanzen zwischen Außendarstellung und Realität. So flog Kurz im März 2018 mit einem Privatflieger um 7700 Euro nach Rom. Vom Rückflug postete er ein Foto aus der Economyklasse eines Linienflugs.

Um die steigenden Schulden der Partei in Griff zu kriegen, wurden seit 2017 nicht nur neue Kredite und Darlehen aufgenommen. Vor wenigen Wochen hat der Wirtschaftsbund 1,5 Millionen Euro an die Partei überwiesen – die Mitgliedsbeiträge von 2019 bis 2023.

» Schulden, Spenden, Spesen (aus FALTER 37/19 vom 10.9.2019)
» Die geheime Buchhaltung der Liste Kurz (aus FALTER 36/19 vom 3.9.2019)

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