An der Arbeitsfront: Wie Gewerkschaften den Saisonarbeitern helfen

Landleben, FALTER 42/19 vom 16.10.2019

Mal regnet es, mal brennt die Sonne herunter. Erntehelfer müssen das Wetter nehmen, wie es kommt. Doch sie müssen nicht alles hinnehmen, sie haben auch Rechte. Auf einen kollektivvertraglichen Mindestlohn etwa. Oder eine menschenwürdige Unterkunft (mit Fenster, separater Toilette, Kochgelegenheit und Kühlschrank). Oder eine Kranken-und Unfallversicherung.

Viele Erntehelfer wissen das nicht; wie auch, der Großteil kommt aus dem Ausland und spricht nicht oder nur schlecht Deutsch. Aus diesem Grund haben NGOs mit der Produktionsgewerkschaft im Jahr 2014 das Aktionsbündnis "Sezionieri"(auf Deutsch: Saisonarbeiter) gegründet: Seine Aktivisten gehen raus auf die Felder zu den Arbeitern und verteilen mehrsprachige Folder, um sie über ihre Rechte zu informieren und ihnen Hilfe bei Konflikten mit dem Arbeitgeber anzubieten.

Hilfeanspruch besteht ab dem ersten Tag, betont Susi Haslinger von der Gewerkschaft. Bisher konzentrierten sich die Aufkläraktionen auf Arbeiter in der Gemüseernte. Doch warum sollte es unter den Apfelbauern nicht auch schwarze Schafe geben?

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