Corona stellt die Verteilungsfrage

Die Pandemie macht die elementaren Verdienste des Sozialstaates sichtbar. Führt die Krise zur Renaissance der Solidarität?

MARKUS MARTERBAUER
POLITIK, FALTER 17/20 vom 22.04.2020

Reichen die Kapazitäten des Gesundheitssystems, alle Covid-19-Erkrankten zu versorgen? Darauf konzentrieren sich seit Wochen die Bemühungen von Politik und Gesellschaft. So rückt ein Wirtschaftsbereich in den Fokus, der als beliebtes Beispiel mangelnder Effizienz diente: die Spitäler. Zu teuer, zu unflexibel, viel zu gut ausgestattet seien sie, so die Kritik. Die lange als überhöht angesehene Zahl der Intensiv-und Spitalsbetten gilt heute jedoch als wichtigster Wert eines Landes.

Die Pandemie stellt das eng gefasste betriebswirtschaftliche Kalkül infrage. Offensichtlich geht es nicht nur um kurzfristige Kosten, sondern auch um die Frage ausreichender Bevorratung von Intensivbetten, Beatmungsgeräten oder auch nur Schutzmasken. Österreich hat mit 29 Intensivbetten je 100.000 Einwohner mehr als drei Mal so viele wie Italien. Das "Überangebot" erweist sich als Rettung.

Unser wichtigster Vorteil in der Covid-Pandemie ist das sozialstaatliche Gesundheitssystem: Alle sind krankenversichert,

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