Wild auf Baden

Wo Sie während Corona schön und gratis schwimmen gehen können. Eine Auswahl rund um Wien

Nathalie Grossschädl
LANDLEBEN, FALTER 19/20 vom 05.05.2020

Foto: Marion Grossschädl

Während die Pandemie uns noch im Griff hat, soll es am Wochenende warm werden. So warm, dass man im klimatisch flatterhaften Mai von Sprüngen ins kühle Nass träumt. Da die Bädersaison zu Monatsanfang starten hätte sollen, aber im Corona-Jahr alles anders ist, haben wir für Sie Wildbadeplätze zusammengetragen, die Sie mit dem Auto in maximal eineinhalb Stunden von Wien aus erreichen können – da ist für gute Schwimmer, für Familien mit Kleinkindern und für Hundebesitzer was dabei.

Denn wann und unter welchen Umständen die Freibäder öffnen werden, wissen wir immer noch nicht. Vom 29. Mai war die Rede. Doch Handtuch an Handtuch auf der Liegewiese – unvorstellbar. 30 bis höchstens 50 Prozent der üblichen Anzahl an Badegästen sollen erlaubt werden, um den Mindestabstand halbwegs zu wahren. Eine Übertragung des Coronavirus Sars-CoV-2 über das mit Chlor versetzte Wasser gelte als sehr unwahrscheinlich, sagt Infektiologe Franz Allerberger, Leiter des Bereichs Öffentliche Gesundheit der AGES. Nach derzeitigem Wissensstand könne das Virus aber auch in natürlichen Gewässern kaum überleben. Es gebe bis jetzt keinen dokumentierten Fall, so Allerberger.

Für all jene, die ihr persönliches Badevergnügen heuer nicht im Schwimmbad finden werden, eignen sich diese Wildbadetipps an Flüssen und Seen. Aber Vorsicht, es sind alles unbeaufsichtigte Badestellen und teils nur für gute Schwimmer geeignet. Hygieneanforderungen nicht vergessen und auf Kinder aufpassen!

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Orther Inseln: Auf den Schotterinseln im Nationalpark Donau-Auen wachsen echte Urwälder, die ohne menschliches Zutun entstanden sind. Umgefallene Bäume mit ausladenden Wurzelstöcken liefern Schatten, quasi Social Distancing und private Atmosphäre. Lianen, bunte Kiesel und weiche Sandstellen lassen Wien schnell vergessen. Das Ufer ist seicht, die Strömung in der Donaumitte aber stark (Foto: Marion Grossschädl)

Pionierinsel: Sandbuchten vis-à-vis dem Strandbad Klosterneuburg (Foto: Marion Grossschädl)

Schwechat im Helenental: Die naturbelassenen Schotterbänke in der flachen, strömungsarmen Schwechat sind ideal zum Planschen für Familien mit kleinen Kindern und Hundebesitzer. Das Wasser bleibt den ganzen Sommer über erfrischend, der Schatten spendende Wienerwald säumt auf langer Strecke den Fluss. Die Schwechat, die hier Erwachsenen höchstens bis zum Oberschenkel reicht, schimmert immer grün. Einstieg gegenüber dem Landgasthof Cholerakapelle (Foto: Marion Grosschädl)

Ottensteiner Stausee: Die Gegend um den See gilt als das Naherholungsgebiet im Waldviertel. Immer wieder wird der weitverzweigte See mit seinen kleinen Tälern, Buchten und den dunklen Kiefernwäldern an den Ufern mit skandinavischen Fjordlandschaften verglichen. Beliebte Wildbadeplätze befinden sich bei der Fürnkranzmühle, am Deckerspitz, bei der Staumauer, beim See-Camping Ottenstein und am Campingplatz Lichtenfels (Foto: Marion Grossschädl)

Strandbad Plank am Kamp: Das auffällige, rot-weiß-rot gestrichene Badehaus gehört zum Strandbad, das eine lange Badetradition hat. Schon vor rund 100 Jahren wurde hier im Kamp gebadet und geplanscht. Der Badeplatz hat keine Badesaison, sondern ist das ganze Jahr öffentlich zugänglich. Der Eintritt ist frei, um eine freiwillige Spende wird gebeten. Während die Eltern auf den großen Steinen zum Fluss sonnenbaden, vergnügen sich die Kinder auf dem Spielplatz (Foto: Marion Grossschädl)

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