"Wir müssen eine neue Bescheidenheit lernen"

Der Politiker Karel Schwarzenberg denkt jenseits nationaler Kategorien. Wie ordnet er die Corona-Krise ein?

INTERVIEW UND FOTO: BARBARA TÓTH
Politik, FALTER 19/20 vom 06.05.2020

Niemandem fällt es leicht, nicht mehr das Land so einfach verlassen zu können. Aber für Karel Schwarzenberg, der sich nie alleine als Österreicher, Tscheche oder Schweizer definierte, ist es besonders traurig. Er ist es gewöhnt, wöchentlich zwischen Wien und Prag zu pendeln, zu Ostern kam er nun für 14 Tage nach Wien, zurück in Prag erwarten ihn 14 Tage freiwillige Selbstisolation.

Falter: Herr Schwarzenberg, sind Sie schon in der sogenannten "neuen Normalität" angekommen?

Karel Schwarzenberg: Ach, diese Floskel. Ich weiß nicht, was das heißen oder sein soll, deswegen kann ich schwer beurteilen, ob ich da angekommen bin. Mich erinnert der Begriff an die "Normalisierung" in der damaligen kommunistischen Tschechoslowakei

damit ist die Phase der Unterdrückung und Überwachung nach der Niederschlagung der Protestbewegung des Prager Frühlings im Jahr 1968 gemeint.

Schwarzenberg: Wenn die neue Normalität bedeutet, dass sich die Regierung hier die Vollmachten, die sie sich dank Coronavirus

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  1966 Wörter       10 Minuten

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