Die Pariser Vision der Stadt für Menschen

Radfahren war an der Seine lange vor allem eines: lebensgefährlich. Das hat sich grundlegend geändert

GEORG RENÖCKL / PARIS
Stadtleben, FALTER 21/20 vom 20.05.2020

Knapp zwei Monate sind es noch bis zur Gemeinderatswahl. Der Bürgermeister liegt in den Umfragen voran. Er lädt in ein Fahrradcafé und verkündet, dass er nach seiner Wiederwahl jeden zweiten Parkplatz streichen wird. Das sind 60.000. Die Fläche würde für Radwege gebraucht: Es gäbe genug Garagenplätze.

Was in Wien nicht einmal als Satire denkmöglich ist, hat sich tausend Kilometer weiter westlich im Jänner 2020 so zugetragen. Der einzige Unterschied: Es war kein Bürgermeister, sondern eine Bürgermeisterin. Anne Hidalgo, seit 2014 die erste Frau an der Spitze der Pariser Stadtregierung. Schon vor sechs Jahren ließ die Sozialdemokratin im Rennen um das Rathaus mit einer spektakulären Ankündigung aufhorchen: Sie werde Paris zur Welthauptstadt des Fahrrads machen. Das trug ihr Spott ein, gelten Amsterdam und Kopenhagen da doch als uneinholbar. Radfahren war in Paris vor allem eines: lebensgefährlich. Doch die Spötter sind still geworden, Hidalgo hat ernst gemacht. Amsterdam

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  1155 Wörter       6 Minuten

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