ÖVP bestätigt Echtheit der ÖVP-Files

Medien, FALTER 21/2020 vom 20.05.2020

Als die ÖVP im September 2019 bekanntgab, Opfer eines Hackerangriffes geworden zu sein, fand Sebastian Kurz klare Worte: "Es sind Daten bewusst gestohlen, verfälscht und verbreitet worden, um uns als Volkspartei zu schaden." Dem Falter waren von einer anonymen Quelle große Datenmengen aus der ÖVP-Buchhaltung übermittelt worden. Gegen die Berichterstattung über die ÖVP-Files hat die ÖVP Klage gegen den Falter eingebracht. Sebastian Kurz: "Wir haben ganz klar festgehalten, dass entweder der Falter falschen Daten oder Dokumenten aufgesessen ist oder wissentlich oder absichtlich falsch berichtet hat." Seit vergangener Woche kann ausgeschlossen werden, dass der Falter mit falschen oder gefälschten Daten gearbeitet hat. Im Rahmen des von der ÖVP angestrengten Verfahrens wurden dem Handelsgericht und der ÖVP einige Dokumente übermittelt, auf die sich die Berichterstattung des Falter stützt. In einem Schriftsatz hat die ÖVP darauf nun geantwortet, dass bei den vorgelegten Dokumenten "die Übereinstimmung mit dem Original zugestanden wird". Ab 22. Juni kann der Falter die Behauptung, "falsch" berichtet zu haben, widerlegen. Für diesen Tag sind als Zeugen unter anderem Ex-ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer und Falter-Redakteur Josef Redl geladen.

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