Der Graf des Glücks

Er ist öffentlichkeitsscheu und doch bestens vernetzt. Er ist spendabel und wird der Bestechung verdächtigt. Im Casinos-U-Ausschuss wird Novomatic-Gründer Johann Graf erstmals Antworten auf eine Frage geben müssen: Wollte er Gesetze kaufen? Über das Wirken und die vielen Helfer eines geheimnisvollen österreichischen Multimilliardärs

Florian Klenk
POLITIK, FALTER 22/20 vom 26.05.2020

Das ist die Geschichte eines verschwiegenen Mannes, der vom Metzger zum Multimilliardär avancierte. Übernächste Woche steht er im Rampenlicht: Johann Graf, 73, Alleineigentümer des Glücksspielkonzerns Novomatic, wird im Casinos-U-Ausschuss aussagen.

Er soll Politiker bestochen und, wie Falter-Recherchen zeigen, die Ehefrauen von staatlichen Entscheidungsträgern großzügig beschenkt haben. Zumindest vermutet das die Staatsanwaltschaft.

Es geht in dieser Geschichte also einerseits um den Verdacht der Korruption, des verbotenen ­Glücksspiels. Es geht aber auch um ein Sittenbild, wie in Österreich Politik gemacht wird: diskret, intransparent und nicht im Sinne der Allgemeinheit. Es geht aber auch um eine faszinierende Lebensgeschichte eines Mannes, der alle Vorwürfe brüsk zurückweist.

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  2801 Wörter       14 Minuten

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