Geliefert

Windige Leiharbeitsfirmen, ausgebeutete Paketboten und Gratisanpacker. Die Krise wirft ein Licht auf die Arbeitsbedingungen bei der teilstaatlichen Österreichischen Post

LUKAS MATZINGER
Politik, FALTER 22/20 vom 27.05.2020

Bundesheer/Daniel Trippolt

Als sie in der Woche nach Ostern die Nummer 1450 wählte, ahnte sie nicht, dass sie gerade eine Debatte über die Arbeitsbedingungen bei der Österreichischen Post anstieß.

Es war eine unschuldige Beobachtung, die eine Betreuerin der Flüchtlingsunterkunft Erdberg die Gesundheitshotline anrufen ließ: Einige der Bewohner hatten womöglich Corona-Symptome gezeigt. Und sollte es das Virus in das Heim geschafft haben, könnte das fatale Folgen haben.

Die Stadt Wien testete das Haus durch, Tage später galten von insgesamt 357 Getesteten vier Mitarbeiter und 24 Bewohner als positiv. Das ganze Haus zog in die Wiener Messe, und Wiens FPÖ-Vizebürgermeister Dominik Nepp hatte einen Grund, Corona zum "Asylantenvirus" zu erklären.

Doch der Ausbruch hatte nichts mit ihrer Migrationsgeschichte zu tun, die Gesundheitsbeamten entdeckten bald eine andere Gemeinsamkeit: Fünf infizierte Bewohner hatten in Verteilerzentren der Österreichischen Post gearbeitet. Ein Virenherd?

Am 8. Mai testeten die Wiener

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  1743 Wörter       9 Minuten

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