Die Zukunft, wo ist sie geblieben?

Freud, Thatcher, "Breaking Bad": Der britische Essayist Mark Fisher verquickte auf aufregende Weise Popkultur und Politik

REZENSION: GERLINDE PÖLSLER
POLITIK, FALTER 26/20 vom 24.06.2020

Eines Vormittags, so erzählt Mark Fi sher, begab sich ein prekär beschäftigter Mann zum Supermarkt. Just während seiner kurzen Abwesenheit rief seine Agentur zu Hause an, um ihm die Arbeit für den Tag anzubieten. Bei seinem Rückruf teilte sie ihm schroff mit, sie habe den Auftrag schon anderweitig vergeben, und rügte ihn für seine Unzuverlässigkeit. Ihn, der selbst keinerlei Sicherheit hatte.

"Die Privatisierung von Stress" betitelt der Autor den Essay zu dieser Anekdote. Zügig gelangt er von dieser Episode zum Zusammenhang von neoliberalem Wirtschaftssystem und Depression, zur "deprimierenden Wirklichkeit von New Labour" und zu Menschen, die sogar beim Autofahren zwanghaft SMS schreiben müssen.

Nietzsche und Stephen King

Diese Art, weit entfernte Themengebiete zu verbinden -von Stephen Kings "Shining" zu Sigmund Freud, von Nietzsche zur Fernsehserie "Breaking Bad" -, war typisch für den 2017 verstorbenen Kulturwissenschaftler. Fisher war ein gefeierter Blogger und Autor (Guardian,

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  593 Wörter       3 Minuten

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