Gelesen Bücher, kurz besprochen

POLITIK, FALTER 26/20 vom 24.06.2020

Beherrscher der Welt? Na ja

Auch "Das große Welttheater", das neue Buch des Philosophen und Historikers Philipp Blom, kreist um die Kraft von Ideen und Geschichten, die wir uns selbst erzählen. Blom vergleicht die drohende Klimakatastrophe mit dem Beginn der Kleinen Eiszeit, der er ein früheres Buch gewidmet hat: Als sich Europa im 16. Jahrhundert um mehr als zwei Grad abkühlte, wussten die Menschen sich erst nicht anders zu helfen als mit alten Erklärungen. Sie sahen die Missernten, Hungersnöte und Epidemien als Strafen Gottes und warfen unzählige Menschen, vor allem Frauen, auf den Scheiterhaufen. Erst nach und nach lernten sie sich anzupassen: Sie schafften es, mehr Früchte aus dem Boden zu holen, verstärkten den Handel - und entdeckten die Wissenschaft.

Gegenwärtig, schreibt Blom, sei "die eskalierende Ausbeutung und Verpestung der Welt das Äquivalent zu den Hexenverbrennungen des 17. Jahrhunderts: Es ist der hilflose Aktivismus einer Zivilisation, die keine Alternative sieht".

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  336 Wörter       2 Minuten

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