Kommentar Zum Ende des Citybike-Leihradsystems

Citybikes: Wien schrottet ohne Not sein Rad-Vorzeigeprojekt

TOM ROTTENBERG
Falter & Meinung, FALTER 30/20 vom 22.07.2020

Blamabel. Das ist noch das höflichste Vokabel für das Ende der Wiener Leih-Citybikes. Dass es so weit kam, aber auch die Art, wie die Stadt ein hier zur Marktreife geführtes Ökoprojekt schrottet, würde auch deftigere Worte rechtfertigen.

Offiziell gehen derzeit ja nur die Verleihstationen innerhalb des Gürtels vom Netz. Aber: Fahrrad-Leihsysteme machen nur flächendeckend Sinn. Das war auch der Grund dafür, dass zu den 60 anno 2003 vom Wiener Plakat-Werber Gewista zentral errichteten Rad-Stationen 2010 noch 60 außerhalb des Gürtels kamen: Werber finanzierten die innerstädtischen Stationen, die Stadt bezahlte die "Außenstellen".

Das funktionierte: 500.000 angemeldete Benutzer fuhren auf 1500 Rädern allein 2018 über 3,5 Millionen Kilometer. Die erste Stunde ist gratis, im Schnitt werden Bikes nach einer halben Stunde retourniert: Konzept und Technik sind die Vorlage von Leihradsystemen weltweit.

Dennoch spricht alle Welt vom "Pariser System". Auch das ist Teil des "Wiener Bauchflecks":

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