Lingens Außenblick

Weniger Neoliberalismus, mehr Europa?

Die Corona -Krise vermehrt Zweifel an neoliberaler Politik. Die Corona-Hilfe zeugt Spekulationen auf eine "Wende". Wie berechtigt sind sie?

PETER MICHAEL LINGENS
Falter & Meinung, FALTER 32/20 vom 05.08.2020

Eine Reihe von Ökonomen glaubt (hofft) mit Stephan Schulmeister, dass die Corona-Krise "das Ende des Neoliberalismus auf allen Ebenen bedeutet". Marcel Fratzscher, Chef des keineswegs linken Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), erklärte: "Ich würde schon sagen, dass die Corona-Krise so etwas wie der letzte Sargnagel für den Neoliberalismus ist."

Ich bin nicht so guter Hoffnung. Die These des Neoliberalismus, dass ein "schlanker Staat" ständig "sparen" müsse, scheint mir zu fest in den Köpfen von Ökonomen und führenden Politikern des "Nordens", von Sebastian Kurz bis Angela Merkel, verankert, als dass sie davon lassen könnten. Da Deutschland die EU dank seiner wirtschaftlichen Überlegenheit unverändert dominieren wird, bin ich trotz des gewaltigen Corona-Hilfspakets keineswegs sicher, dass eine andere These zutrifft, die derzeit geäußert wird: dass die Corona-Krise zu einem neuen Zusammenhalt der EU führen werde.

Die EU-Staaten haften zwar erstmals anteilig für

ANZEIGE
  859 Wörter       4 Minuten

Sie haben bereits ein FALTER-Abo?


Sie nutzen bereits unsere FALTER-App?
Klicken Sie hier, um diesen Artikel in der App zu öffnen.

Jetzt abonnieren und sofort weiterlesen!

Jetzt abonnieren und sofort weiterlesen!

Print + Digital

  • FALTER sofort online lesen
  • Wöchentliche Print-Ausgabe im Postfach
  • FALTER als E-Paper
  • FALTER-App für iOS/Android
  • Rabatt für Studierende
Jetzt abonnieren

1 Monat Digital

  • FALTER sofort online lesen
  • FALTER als E-Paper
  • FALTER-App für iOS/Android
Jetzt abonnieren

Digital

  • FALTER sofort online lesen
  • FALTER als E-Paper
  • FALTER-App für iOS/Android
  • Rabatt für Studierende
Jetzt abonnieren
Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Alle Artikel der aktuellen Ausgabe finden Sie in unserem Archiv.

12 Wochen FALTER um 2,17 € pro Ausgabe
Kritischer und unabhängiger Journalismus kostet Geld. Unterstützen Sie uns mit einem Abonnement!