Die Toten aus dem Forst

Vor einem Jahr sterben zwei rumänische Holzarbeiter im österreichischen Wald. Sie sind nicht die einzigen. Was ist da los?

EVA KONZETT
Politik, FALTER 38/20 vom 16.09.2020

Foto: LPD Kärnten

Ihr Leben endet im Klosterwald, mitten im unwegsamen Steilhang, auf 1364 Metern Seehöhe. Fünf Meter voneinander entfernt liegen die beiden zwischen gefällten Bäumen und Steinen. Ungebremst waren sie aus einer mit 80 Stundenkilometern talwärts rasenden Laufkatze geschleudert worden. Ioan und Nicolae.

Von dem Forstarbeiter-Trio, das um sechs Uhr in der Früh das ehemalige Franziskanerstift verlassen hatte, kehrt an diesem Abend nur einer, der Maschinist, in die Unterkunft zurück. "Wir sind sehr gute Freunde gewesen", wird er bei seiner Vernehmung sagen. Der Forst ist gefährlich, er erlaubt keine Egotrips.

Kärnten, Mölltal, Gemeinde Großkirchheim, Winklsagritz, Parzelle 3333/1, genannt "Klosterwald", das ist der Einsatzort der Partie seit ein paar Tagen. Unten stehen Ioan V. und Nicolae C., sie zerkleinern das Schadholz mit Motorsägen, sie binden die tonnenschweren Baumstämme in Bündeln an Schlingen. Eine Seilbahnkonstruktion zieht das Holz durch das Dickicht 300 Meter zur Forststraße

ANZEIGE
  1704 Wörter       9 Minuten

Sie haben bereits ein FALTER-Abo?


Sie nutzen bereits unsere FALTER-App?
Klicken Sie hier, um diesen Artikel in der App zu öffnen.

Jetzt abonnieren und sofort weiterlesen!

Jetzt abonnieren und sofort weiterlesen!

Print + Digital

  • FALTER sofort online lesen
  • Wöchentliche Print-Ausgabe im Postfach
  • FALTER als E-Paper
  • FALTER-App für iOS/Android
  • Rabatt für Studierende
Jetzt abonnieren

1 Monat Digital

  • FALTER sofort online lesen
  • FALTER als E-Paper
  • FALTER-App für iOS/Android
Jetzt abonnieren

Digital

  • FALTER sofort online lesen
  • FALTER als E-Paper
  • FALTER-App für iOS/Android
  • Rabatt für Studierende
Jetzt abonnieren
Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Alle Politik-Artikel finden Sie in unserem Archiv.

12 Wochen FALTER um 2,17 € pro Ausgabe
Kritischer und unabhängiger Journalismus kostet Geld. Unterstützen Sie uns mit einem Abonnement!