Der Maestro und der Masterplan

Wolfgang Sobotka ist nicht der Einzige, den die Novomatic mit Geld wohlgesinnt stimmte

FLORIAN KLENK
Politik, FALTER 41/20 vom 07.10.2020

Im Oktober 2005 schrieb Stefan Krenn ein Strategie-Paper mit dem Titel "Masterplan Novomatic". Krenn arbeitete damals für die Firma Hochegger, eine Lobbyingagentur, deren Chef Peter Hochegger wegen Bestechung im Gefängnis saß und im Buwog-Prozess gestanden hat, den ungeständigen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser bestochen zu haben.

Hochegger verteilte einst auch "Provisionen" von Telekom, Porr und der Immofinanz, die 60.000 Buwog-Staatswohnungen um eine Milliarde kaufte und dafür ein Prozent an Grassers Clique zahlte.

Auch für die Novomatic lobbyierte Hochegger, wie er 2012 im Telekom-U-Ausschuss erzählte. Seine Saat ging auf. "Novomatic zahlt an alle drei", brachte es der damalige FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache auf Ibiza auf den Punkt. Er meinte SPÖ, ÖVP und FPÖ.

Wer die Ermittlungsakten der letzten 15 Jahre studiert, der erkennt: Die derzeit skandalisierten Zahlungen -etwa an das Institut von Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka -folgen tatsächlich genau jener Dramaturgie,

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