„Wir haben sehr viel gemacht, um keinen Erfolg zu haben“

Die Berliner Poppunkband Die Ärzte veröffentlicht nach achtjähriger Pause eine neue Platte. Ein Gespräch über Notbremsen, das Älterwerden und Corona

Sebastian Fasthuber
FEUILLETON, FALTER 43/20 vom 20.10.2020

Foto: Jörg Steinmetz

Die Tür geht auf und da sitzen sie: Bela, Farin, Rod. Es ist Mitte August, als die Ärzte zu Interviews nach Berlin laden. Ort des Geschehens sind die Backstage-Räumlichkeiten der Columbiahalle. Vor dem Gespräch ist das neue Album „Hell“ genau einmal zu hören – in infernalischer Lautstärke. Der dazu gereichte Folder mit den Songtexten wird umgehend wieder eingesammelt, herrscht doch höchste Geheimhaltungsstufe. Nicht einmal von der Existenz neuer Lieder des Trios soll die Welt zu diesem Zeitpunkt erfahren.

Umso entspannter geben sich die Musiker im Interview. Bela B ist gleich mit Empfehlungen für Comicläden in Kreuzberg zur Stelle und schweift gern ein wenig ab. Farin Urlaub ist bei allem Hang zur Pointe jener Arzt, der das Gespräch auf Kurs hält und zumeist auch das letzte Wort hat. Die zwei Gründungsmitglieder der Berliner Spaßpunk-Superstars haben nebeneinander auf einem Sofa Platz genommen. Ihnen gegenüber sitzt der schweigsame Bassist Rodrigo „Rod“ González, der das Trio seit seinem Comeback 1993 komplettiert.

Falter: Wie kommt es, dass Sie nach „auch“ von 2012 acht Jahre kein neues Album veröffentlicht haben? Den Beatles hat dieser Zeitraum für ihr Gesamtwerk gereicht.

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