NOTRUF AUS DEM SPITAL

Wenn die Zahl der Corona-Neuinfektionen nicht rasch sinkt, droht auf den Intensivstationen bald der Kollaps

NINA HORACZEK, GERLINDE PÖLSLER
Politik, FALTER 46/20 vom 11.11.2020

Drei Patienten sind in der Nacht gestorben. Zwei von ihnen wurden erst als Tote entdeckt. So schlimm, wie es auf ihrer Covid-Normalstation seit Tagen zugeht, habe sie es in ihren 20 Dienstjahren nicht erlebt, erzählt eine Krankenpflegerin. "Bei uns sterben die Patienten völlig einsam." Aus Angst vor beruflichen Konsequenzen möchte sie, wie auch andere Ärzte und Pflegekräfte, mit denen der Falter sprach, anonym bleiben. Ihre Schilderungen decken sich aber mit jenen aus zahlreichen Spitälern quer durch das Land.

Das Coronavirus flutet die Spitalsaufnahmen mit Patienten, die mit schwerer Atemnot und Fieber jenseits von 40 Grad, dehydriert und durch Sauerstoffmangel verwirrt in den Notaufnahmen landen. Beatmungsgeräte aus den Aufwachräumen nach OPs wurden abmontiert und auf die Corona-Intensivstationen gebracht. Auch "Transportrespiratoren", die benötigt werden, um Intensivpatienten in den OP schieben zu können, spülen nun Covid-Patienten lebensrettenden Sauerstoff in die Lungenflügel.

ANZEIGE
  2803 Wörter       14 Minuten

Sie haben bereits ein FALTER-Abo?


Sie nutzen bereits unsere FALTER-App?
Klicken Sie hier, um diesen Artikel in der App zu öffnen.

Jetzt abonnieren und sofort weiterlesen!

Jetzt abonnieren und sofort weiterlesen!

Print + Digital

  • FALTER sofort online lesen
  • Wöchentliche Print-Ausgabe im Postfach
  • FALTER als E-Paper
  • FALTER-App für iOS/Android
  • Rabatt für Studierende
Jetzt abonnieren

1 Monat Digital

  • FALTER sofort online lesen
  • FALTER als E-Paper
  • FALTER-App für iOS/Android
Jetzt abonnieren

Digital

  • FALTER sofort online lesen
  • FALTER als E-Paper
  • FALTER-App für iOS/Android
  • Rabatt für Studierende
Jetzt abonnieren
Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Alle Politik-Artikel finden Sie in unserem Archiv.

12 Wochen FALTER um 2,17 € pro Ausgabe
Kritischer und unabhängiger Journalismus kostet Geld. Unterstützen Sie uns mit einem Abonnement!