Was die USA jetzt brauchen

Was das tief gespaltene Land unternehmen kann, damit der amerikanische Traum am Leben bleibt

CHRISTOPH HOFINGER
Politik, FALTER 46/20 vom 11.11.2020

November 2000, Washington, DC: Ich war zu einer Konferenz in die US-Hauptstadt gereist, die den Ausgang der Präsidentenwahl analysieren sollte. Problem nur: Es stand noch nicht fest, ob George Bush oder Al Gore gewonnen hatte, es gab keinen Wahlausgang zu debattieren. Um das Publikum bei Laune zu halten, wurde Frank Luntz eingeflogen. Der republikanische Berater lieferte auf dem Podium ein pointiertes Duell mit seinem demokratischen Gegenüber, und ich konnte meine Bewunderung für Luntz' geschliffene Rhetorik nicht verhehlen.

Luntz hat in seiner Karriere mehr bewirkt, als ein paar Konferenzgäste zu unterhalten. In den 1990er-Jahren war er verantwortlich für die Sprache des "Contract with America", des von Newt Gingrich initiierten konservativen Grundsatzprogramms. Luntz hat bildlich gesprochen dafür gesorgt, dass das politische Menü der Republikaner bei jedem Bissen nach ihrer Weltanschauung schmeckt. Er machte aus "global warming"(Erderwärmung) den harmloser klingenden "climate change"

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  1709 Wörter       9 Minuten

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