5000 Euro für eine Masterarbeit

Die Novelle des Universitätsgesetzes will Ghostwriting strafbar machen. Wie läuft das Business?

ANNA GOLDENBERG
Politik, FALTER 51/20 vom 16.12.2020

Illustration: PM Hoffmann

Was so manche Studierende in eine Schaffenskrise stürzt, ist für Isabella längst Routine. Forschungsfrage, Literaturrecherche, Diskussionsteil. 27 Bachelor-und Masterarbeiten hat die junge Frau, Anfang 30, in den vergangenen fünf Jahren geschrieben. Zu Themen wie Immobilienbewertung, Nahostkonflikt oder Politikfeldanalysen. In Politikwissenschaften, einem Fach, das sie selbst nie studiert hat. Ihre Arbeiten haben allesamt andere Studierende unter deren Namen abgegeben -und somit Isabellas Philologiestudium finanziert.

Isabella heißt eigentlich anders, denn sie ist Ghostwriterin, verfasst also Arbeiten für andere, ohne als Urheberin aufzuscheinen. Was bei Biografien, Sachbüchern oder Reden häufig und legal vorkommt, ist in der akademischen Welt der ultimative Sündenfall. Wer dabei erwischt wird, sich einen Titel erschlichen zu haben, indem wissenschaftliche oder künstlerische Leistungen vorgetäuscht wurden, dem droht die Aberkennung des Titels. Doch anders als bei Plagiaten, also

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  759 Wörter       4 Minuten

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