Der empörte französische Essayist

Pascal Bruckner arbeitet sich am Themenkomplex Islam und Islamismus ab, verzettelt sich dabei aber in Kleinkriegen

GEORG RENÖCKL
Politik, FALTER 02/21 vom 13.01.2021

Über Jesus darf man Witze machen, über Mohammed nicht. Meint zumindest Pascal Bruckner, den das maßlos ärgert. "Unter den großen Religionen ist es nur der Islam, nur er ganz allein, der sich der Schmach und dem Spott entziehen darf. Warum diese Bevorzugung?", fragt der Romancier und Publizist in seiner im Original bereits 2017 und jetzt auf Deutsch erschienenen Essaysammlung "Der eingebildete Rassismus. Islamophobie und Schuld".

Wer sich davon eine systematische Auseinandersetzung mit dem Begriff "Islamophobie" erwartet, wird enttäuscht. Bruckner will das Konzept nicht lang diskutieren, sondern "madig machen". Seine zwischen 2003 und 2016 verfassten Essays sind ein rhetorischer Rundumschlag, was daran liegt, dass sich der Autor von Feinden umzingelt wähnt: Da wären etwa die Vertreter der Political Correctness, von denen er sich daran gehindert fühlt, "zu sagen, was der Fall ist", antirassistische Aktivistinnen, die ihm statt des Schinkenbaguettes ein Kebab-Sandwich in die Hand drücken

  572 Wörter       3 Minuten

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