Landpartie

Erlebnisse fürs Wochenende

Landleben, FALTER 04/21 vom 27.01.2021

Gute Nachrichten: Der heutige Ausflugstipp ist in ganz Österreich machbar. Sie brauchen nur den nächsten Laubwald Ihres Vertrauens aufsuchen -und ab geht's zum Pilzesuchen. Tatsächlich gibt es essbare Pilze, die Frost richtig gut finden. Einer, der schon seit Kindertagen Pilze im Wienerwald jagt, ist der Wiener Agrarwissenschaftler Stefan Marxer. "Überall, wo es größere Laubbaumbestände gibt", weiß er, "hat man gute Chancen, Winterpilze zu finden."

Zuoberst empfiehlt Marxer, der kürzlich das Buch "Pilzvergnügt" geschrieben hat, den aus dem Handel bekannten Austernseitling. Im Wald findet man ihn vor allem auf umgestürzten Bäumen, vorwiegend Rotbuchen, aber auch in Auwäldern. "Er ist der üppigste der Winterpilze; mit ihm hat man gleich eine Mahlzeit beisammen", sagt Marxer. "Außerdem schmeckt er sehr gut." Nicht verwechseln sollte man ihn mit dem nicht zum Genuss empfohlenen Gelbstieligen Muschelseitling. Den Austernseitling kann man gut panieren, zum Burger oder zur Sauce verarbeiten oder einfach schnell anbraten. Derzeit ebenfalls häufig: "Die Judasohren. Wir kennen sie als chinesische Morcheln." Sie gedeihen gern auf alten Holunderbäumen. Genau erklärt Marxer das alles auf seinem Youtube-Kanal Mykohunter365. Und eben in "Pilzvergnügt", wo er 40 Speisepilze porträtiert, Rezepte verrät und von der Schwammerlleidenschaft dreier Generationen erzählt.


Stefan Marxer: Pilzvergnügt. Die Schätze des Waldes aufspüren. Suchen, sammeln, satt sein das ganze Jahr. Löwenzahn, 184 S., € 24,90

Warum dorthin?

Zum Winterpilze-Sammeln

Und dann?

Nach Austernseitlingen ("Kalbfleischpilzen"), Judasohren (auch "Holunderschwämme" genannt) & Co suchen.

Vorher auf dem Youtube-Kanal Mykohunter365 vorbeischauen

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