Wenn Migranten auf Müllhalden leben

Die Not der Migranten in Bosnien wäre vermeidbar, wenn sich die Europäische Union an ihre Gesetze hielte und mit den Griechen verhandelte

KOMMENTAR: GERALD KNAUS
Falter & Meinung, FALTER 04/21 vom 27.01.2021

Die Berichte aus Bosnien und Kroatien über jene, die versuchen, irregulär in die EU zu kommen, und dann dort misshandelt und zurückgestoßen werden, sind beschämend. Die Gefahr wächst, dass sich die Europäer daran gewöhnen.

An Bilder aus Bosnien: von Menschen, die auf einer Müllhalde leben. Von einem Aufnahmezentrum im Wald, ohne Strom in der Kälte. Von mehr als 100 Männern, die in einer verlassenen Ruine überwintern. Von Polizisten, die Männer, Frauen und Kinder vor der bosnischen Grenze zu Kroatien aufgreifen und ihre Habseligkeiten verbrennen. Seit Jahren wiederholen sich die Bilder, jeden Winter herrscht Notstand, nur die Namen der Orte - Vucjak, Lipa, Bihac - wechseln mit den Appellen der EU an Bosnien, diesen Zustand zu beenden.

Aus der EU gibt es weniger Bilder, dafür sorgen kroatische Behörden. Dafür gibt es Berichte: von Migranten, die von Männern in schwarzer Uniform krankenhausreif geprügelt, ausgeraubt und misshandelt wurden; von Tausenden, die ohne Verfahren

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  795 Wörter       4 Minuten

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