Der Minister und das Mädchen

Er managte sogar die Staatskrise nach dem Terroranschlag mit staatsmännischer Geste. Nun beschädigt sich Karl Nehammer mit hässlichen Bildern von Kinderabschiebungen. Das wird sich für die ÖVP rechnen

Florian Klenk
POLITIK, FALTER 05/21 vom 02.02.2021

Foto: Florian Klenk

Vorvergangenen Mittwoch ist man der Kälte nicht entkommen: In der Nacht, vor dem „Familienabschiebezentrum“ Zinnergasse, war es klirrend kalt. Und jetzt am Nachmittag friert man auch wieder. Im barocken Palais Modena in der Herrengasse, wo der Innenminister residiert, hat ein Beamter im Festsaal die mannshohen Fenster aufgerissen.

Für 14.30 Uhr hat Karl Nehammer ausgewählte Medienleute zu einem „Hintergrundgespräch“ geladen. Aber erst eine halbe Stunde später trifft er ein. Die offenen Fenster sollen die Aerosole vertreiben. Und dann gehen Beamtinnen auch noch mit dem Maßband zu Nehammers Fauteuil, um sicherzustellen, dass der Zweimeterabstand zum Sessel seiner Sprecherin eingehalten wird.

Man will hier ja nicht so eng sitzen wie die Kinder im Abschiebebus.

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  1692 Wörter       8 Minuten

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