Zu Besuch im Zentrum der Macht

Der Film "Davos" von Daniel Hoesl und Julia Niemann ist das Porträt eines globalen Dorfs

MICHAEL OMASTA
Feuilleton, FALTER 05/21 vom 03.02.2021

Thomas Mann war hier nie besonders gefragt. Schon bei Erscheinen seines Romans "Der Zauberberg" (1924), zu dem den Autor ein Kuraufenthalt seiner Ehefrau Katia inspiriert hatte, war Davos seines Images als Pilgerstätte für die Siechen und Lungenkranken überdrüssig und verordnete sich eine moderne, im alpinen Raum recht ungewöhnliche Bauordnung. Die vielen Flachdächer prägen bis heute das Ortsbild.

Zu globaler Berühmtheit jedoch hat Davos es dank des alljährlich stattfindenden Weltwirtschaftsforums, kurz WEF, gebracht. Seit exakt 51 Jahren rückt die Kleinstadt in Graubünden für ein paar Tage im Jänner ins Zentrum der medialen Aufmerksamkeit, wenn sich die maßgeblichen Vertreter und -wenigen -Vertreterinnen aus Wirtschaft und Politik hier versammeln.

"Davos", ein österreichischer Dokumentarfilm von Daniel Hoesl und Julia Niemann, zeichnet ein differenziertes Porträt der kleinen Ortschaft unter dem Einfluss des Großkapitals. Das vergangenes Frühjahr beim renommierten Dokumentarfestival

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  672 Wörter       3 Minuten

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