Operation Nadelstich

Die für den Ibiza-Fall verantwortliche Staatsanwältin gibt auf. Zu groß sei der Druck von oben geworden. Was ist da los im grün regierten Justizministerium? Ein Blick in die Akten

Florian Klenk
POLITIK, FALTER 06/21 vom 09.02.2021

Christina Jilek im U-Ausschuss | Foto: Florian Klenk

I. Der Abgang

Ende Oktober des vergangenen Jahres hatte Christina Jilek, 40, endgültig genug. Die damals wohl wichtigste Korruptionsstaatsanwältin des Landes warf ihren Job als Ibiza-Ermittlerin hin, seit Jänner ist sie Zivilrichterin am Landesgericht ihrer Heimatstadt Graz. Aus und vorbei mit den Dienstreisen nach Wien, wo sie gemeinsam mit drei Kollegen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) die größte Bestechungsaffäre der jüngeren Geschichte, die Causa Ibiza und ihre Nebenfronten, hätte aufklären sollen.

Diesen Mittwoch kommt Jilek noch einmal nach Wien, in den parlamentarischen Untersuchungsausschuss. Sie wird dort Zeugnis ablegen, wie ihre Vorgesetzten die Aufklärung „deutlich erschwert“ und „behindert“ hätten, wie es in einem von ihr mitverfassten Protestschreiben an die Justizministerin Alma Zadić (Grüne) heißt.

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  3257 Wörter       16 Minuten

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