Wenn das Kinderzimmer zum Käfig wird

Fabian braucht Schlafmittel, Nala verliert den Glauben an sich, und die Kinderpsychiatrie im AKH muss triagieren. Die Corona-Lockdowns stürzen Wiens Jugend in Depressionen

Anna Goldenberg, Lukas Matzinger
STADTLEBEN, FALTER 08/21 vom 23.02.2021

Foto: Privat

Statt Tequila nimmt Fabian jetzt Seroquel.

Der langhaarige Bursche sitzt, wie seit fast einem Jahr, unter der batikbehangenen Dachschräge seines Jugendzimmers. Neben den halbleeren Spirituosenflaschen steht die unberührte Shisha – Stillleben eines 16-jährigen HTL-Schülers im Speckgürtel Wiens.

„Eigentlich sollte ich jetzt in den Clubs der Hauptstadt zu Drum and Bass tanzen und ziellos mit meinem Aprilia-Moped herumfahren“, sagt Fabian. Oder die hübsche 17-Jährige wiedersehen, die er bei der Hochzeit einer Arbeitskollegin seiner Mutter kennengelernt hat. Sein Freund Jarne hat sogar schon ein Auto. Doch Fabians Jugend entfällt wegen einer Pandemie.

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  2516 Wörter       13 Minuten

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