Corona, ein Desaster für den Feminismus

Die Folgen der Pandemie treffen Frauen härter als Männer. Wer sorgt dafür, dass unsere Gesellschaft nicht weniger gleichberechtigt neu startet?

KOMMENTAR: BARBARA TÓTH
Falter & Meinung, FALTER 09/21 vom 03.03.2021

Was wäre das für ein feministisches Momentum gewesen! Damals, nach dem ersten Lockdown, zu Ostern 2020, als die Kurve wieder flach, die Spitäler entlastet und die Geschäfte wieder geöffnet waren.

So viel hätte es neu zu verhandeln gegeben. Wäre es nicht gerecht, den Wert von Arbeit neu zu denken? Wenn die beklatschten Systemerhalterinnen in den Supermärkten, Spitälern und Pflegeheimen endlich so viel bezahlt bekämen, wie sie verdienen? Wenn all das selbstverständliche Kümmern - die sogenannte Care-Arbeit -endlich vergütet würde?

Wäre es nicht schön, wenn Männer und Frauen gleichberechtigter aus dem Homeoffice-Homeschooling-Marathon hervorgehen, nachdem beide erstmals so richtig erleben konnten, wie fordernd der Part ist, den der jeweils andere in der Beziehung übernimmt?

Und überhaupt, hat uns die Corona-Krise nicht gelehrt, wie wichtig Vater und Mutter Staat sind? Wie sehr unser Ideal vom selbstbestimmten, unabhängigen, freien Leben ins Strudeln kommt, wenn Kindergärten,

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