Eine romantische Anleitung zur Post-Corona-Revolte

Der Publizist Robert Misik schreibt gegen die intellektuelle Lethargie an und entwirft eine Vision für eine Gesellschaft nach der Pandemie

BARBARA TÓTH
Politik, FALTER 10/21 vom 10.03.2021

Und jetzt? Lasst die Party schnell beginnen." Das ist ein ungewöhnlicher Aufruf für ein Buch, das von der "neuen (Ab)normalität" in der "pandemischen Gesellschaft" handelt, also von der Corona-Krise, das Wort, das man schon nicht mehr hören kann. Und davon, was sie mit uns und unserem Leben im letzten Jahr gemacht hat.

Aber der Autor Robert Misik wäre nicht der preisgekrönte Kulturpublizist, taz-Kolumnist, langjährige Falter-Autor, mit einem Wort Vorzeige-Linksintellektuelle des Landes (wie das mit Auftritten beim Privat-Krawall-Sender oe24.at zusammengeht, muss er selbst entscheiden), wenn er nach 145 Seiten wohlklingender Corona-Essayistik nicht ein wenig Rock 'n'Roll reinbrächte.

Wo stehen wir zum Jahrestag der Pandemie? Eine eigentümliche Stimmung habe sich über alles gelegt, diagnostiziert Misik und findet dafür passende wie pointierte Beschreibungen. Es herrsche eine Stockung, Depression, tiefe Enttäuschung, "intellektuelle Regression", es mangle "an Geist als Leidenschaft,

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  568 Wörter       3 Minuten

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