Landrand: Ruralismus

Gattergaudi: Waidmannsdank!

Gerlinde Pölsler
Landleben, FALTER 10/21 vom 10.03.2021

Es ist vorbei: Alle Besitzer von Jagdgattern im Burgenland müssen diese bis Februar 2023 auflösen. Keine Belustigungen mehr, bei denen auf eingesperrte Tiere geschossen wird, die panisch von Zaun zu Zaun hetzen. Ein Erfolg der Tierschützer, die mehr als 26.000 Unterschriften für eine Volksabstimmung gesammelt hatten. Genug, um eine solche erzwingen zu können.

Nun haben sich die Tierschützer mit der SPÖ geeinigt: Sie blasen die Abstimmung ab, die wohl eine Blamage für die Partei des Landeshauptmanns geworden wäre. Dafür hat diese flugs das Verbot der Jagdgatter beschlossen. Erst im Dezember hatten die allein regierenden Roten das zuvor schon fixierte Verbot im Alleingang gekippt.

Die Tierschützer haben erreicht, was sie wollten. Dass die Opposition jetzt nicht mitzog, ist verständlich: Den Grünen missfällt der "Deal", mit dem die SPÖ sich der Volksabstimmung entzog. Die ÖVP bemängelt zu Recht, dass durch das neue Gesetz der Landesjagdverband und damit eine funktionierende Selbstverwaltung einfach aufgelöst wird. Immerhin haben nun alle Bundesländer Gatterjagdverbote in ihren Gesetzen stehen.

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