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Der Kurznachrichtendienst Twitter ist 15 Jahre alt. Wie gratuliert man dem wildesten und nach wie vor faszinierendsten Meinungsmarktplatz im Netz? 15 Twitterati schickten uns ihre Geburtstagsthreads

Barbara Tóth
MEDIEN, FALTER 13/21 vom 30.03.2021

Foto: edisona | Pixabay

Am Anfang standen 25 Zeichen. „Just setting up my twttr“, tippte der Programmierer Jack Dorsey in San Francisco am 21. März 2006 ins Netz. „Ich richte gerade mein twttr ein.“ Ursprünglich sollte der 140-Zeichen-Kurznachrichtendienst „Twttr“ und nicht „Twitter“ heißen. 15 Jahre und 200 Millionen Nutzerinnen und Nutzer weltweit später hat Firmenchef Dorsey eine digitale Kopie seines allerersten Tweets für 2,9 Millionen Dollar versteigert – und die Summe an eine Entwicklungshilfe-Organisation in Afrika gespendet.

Wenn Facebook (2004 gegründet) das Familien- und Freunde­album im Netz ist und Instagram (2010) dessen Schaufenster der Eitelkeiten, dann ist Twitter der digitale Meinungsbasar. Soziales Engagement gehört zum Image des Microbloggingdienstes, der gerne der beste Ort wäre, an dem man erfährt, was gerade passiert – und sich darüber unterhält. Aber längst ist Twitter auch zum Fake-News-Hub geworden. Erst seit Ende 2019 lässt Twitter keine politischen Tweets mehr als Anzeigen verbreiten.

In Österreich ist Twitter stark politisiert. Journalistinnen, Pressesprecher, Politikerinnen – ohne die mittlerweile maximal 280 Zeichen umfassenden Nachrichten, die gerne aneinandergehängt und so zum „Thread“ verlängert werden, geht nichts. Dabei ist Twitter hierzulande vergleichsweise klein geblieben. Es hat nur 160.000 Nutzerinnen, dominiert von knapp 400 Meinungsmachern, zu zwei Dritteln männlich, ergab eine Studie der Universität Wien. Wir haben 15 von ihnen um einen Thread von nicht mehr als 1000 Zeichen zum 15. Geburtstag gebeten.F

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  2899 Wörter       14 Minuten

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