"Alle sind extrem nervös"

Die gemeinsame Impfstoffbeschaffung sollte ein Brüsseler Prestigeprojekt werden. Sie geriet zum Schlamassel. Der Ökonom Guntram Wolff weiß, warum

EVA KONZETT
Politik, FALTER 13/21 vom 31.03.2021

Foto: www.guntramwolff.net

In der Covid-19-Krise ist der Impffortschritt das Eichmaß der Pandemiebekämpfung geworden. Doch während in Großbritannien 44 Prozent der Erwachsenen eine Erstimmunisierung bekommen haben und in den USA immerhin 26 Prozent, hat erst rund jeder achte Europäer zumindest den Erststich im Oberarm. Über Verfehlungen, politische Naivität und die Folgen hat der Falter mit Guntram Wolff, dem Präsidenten der Brüsseler Denkfabrik Bruegel, gesprochen.

Falter: Herr Wolff, es ist doch paradox: Die EU gilt als weltweit wichtigster Standort für die Impfstoffproduktion. Trotzdem kommen die Europäer mit den Impfungen gegen das Coronavirus nur schleppend voran. Warum?

Guntram Wolff: Vorab: Es ist ein riesiger Erfolg der Wissenschaft, dass ein Impfstoff so schnell entwickelt wurde. Die Europäische Union hinkt beim Impfen im Vergleich zum Vereinigten Königreich und zu den USA aber um sechs Wochen, wenn nicht zwei, drei Monate hinterher. In dieser Zeit sterben Menschen. Die EU-Kommission

ANZEIGE
  1887 Wörter       9 Minuten

Sie haben bereits ein FALTER-Abo?


Sie nutzen bereits unsere FALTER-App?
Klicken Sie hier, um diesen Artikel in der App zu öffnen.

Jetzt abonnieren und sofort weiterlesen!

Jetzt abonnieren und sofort weiterlesen!

Print + Digital

  • FALTER sofort online lesen
  • Wöchentliche Print-Ausgabe im Postfach
  • FALTER als E-Paper
  • FALTER-App für iOS/Android
  • Rabatt für Studierende
Jetzt abonnieren

1 Monat Digital

  • FALTER sofort online lesen
  • FALTER als E-Paper
  • FALTER-App für iOS/Android
Jetzt abonnieren

Digital

  • FALTER sofort online lesen
  • FALTER als E-Paper
  • FALTER-App für iOS/Android
  • Rabatt für Studierende
Jetzt abonnieren
Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Alle Politik-Artikel finden Sie in unserem Archiv.

12 Wochen FALTER um 2,17 € pro Ausgabe 25 Wochen FALTER um 3,20 € pro Woche
Kritischer und unabhängiger Journalismus kostet Geld. Unterstützen Sie uns mit einem Abonnement!