Sputnik V - Liebesstiche aus Moskau

Kanzler Sebastian Kurz will den russischen Impfstoff kaufen. Damit setzt er das Vertrauen der europäischen Partner einmal mehr aufs Spiel

EINORDNUNG: EVA KONZETT
Politik, FALTER 14/21 vom 07.04.2021

Foto: Sergi Nezhinskii | Dreamstime.com

Die Beute ist mager: Nicht die kolportierten 400.000, sondern gerade einmal 198.815 von zehn Millionen zusätzlichen Impfdosen von Biontech/Pfizer soll Österreich in einer europäischen Extraverteilungsrunde erhalten. So viel, wie dem Land gemäß dem Bevölkerungsschlüssel zusteht.

Umsonst war Bundeskanzler Sebastian Kurz nach Brüssel ausgeritten. Umsonst hat er in den vergangenen 14 Tagen einen EU-Gipfel gekapert, einen Streit mit den EU-Mitgliedern vom Zaun gebrochen, umsonst hat er das Vertrauen der Partner verspielt, indem er zuerst Solidarität mit den impftechnisch Schwachbrüstigen verlangte und diese dann ziemlich skrupellos im Regen stehen ließ, weil Österreich letztlich von der Aktion nicht profitiert hatte.

Diesen eklatanten Mangel an Solidarität werde man so schnell nicht vergessen, schreibt die Financial Times. Diplomaten, mit denen der Falter gesprochen hat, sagen: Hier hat Kanzler Kurz etwas kaputtgemacht. Die schlechte Nachricht für Kurz: Gebracht hat ihm die Kaltschnäuzigkeit

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