Tanz den Karl Marx

Zinn sind die beste unbekannte Gitarrenband des Landes. Nun veröffentlicht das Wiener Indierock-Trio endlich sein erstes Album

GERHARD STÖGER
Feuilleton, FALTER 15/21 vom 14.04.2021

Zinn: Zinn (Numvai, erscheint am 16.4.) (Foto: Christian Sundl)

Es ist eine Nacht wie so viele im Rhiz. Dass sie als eine der vorläufig letzten ihrer Art bald etwas Historisches haben sollte, ahnt an diesem Freitag Ende Jänner 2020 niemand. Das Trio auf der Bühne des Wiener Gürtellokals heißt Zinn und ist offenkundig die beste junge Gitarrenband der Stadt, von der noch niemand gehört hat. Zinn präsentieren gerade ihre erste Single, "Diogenes". Die Netzwerke der feministischen Musikszene - die drei Musikerinnen waren oder sind auch in anderen Bands aktiv - und des geschmackssicheren Doit-yourself-Labels Numavi - hier erscheint "Diogenes" - haben gut ineinandergegriffen: Der Club unter der U6-Station Josefstädter Straße ist prall gefüllt.

Kaum länger als 30 Minuten wird das Konzert dauern, kaum mehr als ein halbes Dutzend Lieder umfasst Zinns Repertoire. Genug, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Rechts auf der Bühne die Sängerin und Gitarristin, links die Bassistin. Sie tragen Kleider im Partnerinnenlook, auch ihre stoische Mimik

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