Operation Stubenring

Quereinsteiger Wolfgang Mückstein übernimmt mit dem Gesundheitsministerium das schwierigste Ressort in Zeiten der Pandemie. Einblicke in ein politisches Labyrinth

Benedikt Narodoslawsky, Eva Konzett
POLITIK, FALTER 16/21 vom 20.04.2021

Illustration: Niels Schröder

Da steht er nun, der grüne Neue. Montag, 10 Uhr, Beginn der Arbeitswoche. Mitten im imperialen Maria-Theresien-Zimmer der Hofburg. Schwarze Haare, kantiges Gesicht, Anzug ohne Krawatte, untenrum graue Turnschuhe, Marke New Balance. „Ich gelobe“, sagt Wolfgang Mückstein, 46, zum Bundespräsidenten.

Mit diesen Worten wird der Allgemeinmediziner mitten in der größten Gesundheitskrise der Zweiten Republik der 25. Gesundheitsminister Österreichs. In den nächsten Stunden wird die Öffentlichkeit vor allem über seine Sneakers diskutieren. Aber schon jetzt ist klar: Die Schuhe werden sein geringstes Problem sein.

Das wird schon an jener Person ersichtlich, die nicht zur feierlichen Amtsübernahme erschienen ist. Mücksteins Vorgänger Rudolf Anschober. Entnervt und gesundheitlich am Boden hatte er nach 15 Monaten aufgegeben. Der Politprofi aus Oberösterreich war an einer zu großen Aufgabe gescheitert.

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  1842 Wörter       9 Minuten

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