7 Sachen, die Sie über TAMPONS UND KLÄRANLAGEN nicht wussten

Stadtleben, FALTER 16/21 vom 21.04.2021

Vergangene Woche gab es einen Mordsbahöl um irgendwelche "Pink Gloves". Wozu sind diese rosa Handschuhe gedacht?

Ein deutsches Start-up hat jüngst rosa Plastikhandschuhe "erfunden", damit Frauen ihre Tampons "sauber" wegwerfen können.

Wozu braucht es dazu extra Handschuhe? Kann man Tampons nicht ins Klo werfen?

Das mögen die städtischen Kläranlagenbetreiber gar nicht! Tampons gehören prinzipiell in den Müll, nicht ins Klo. Und auch besser in Klopapier eingewickelt als in rosafarbenen Plastikhandschuhen entsorgt.

Warum kann man sie nicht in der Toilette runterspülen?

Weil sie aus den Kläranlagen mit Rechen rausgefischt, aufwendig getrocknet und dann verbrannt werden müssen.

Und was bleibt in den Kläranlagen sonst noch so hängen?

Die zweistufige Rechenanlage der Wiener Kläranlage holte im Jahr 2020 7137 Tonnen an Feststoffen aus dem Abwasser: Zigarettenstummeln, Essensreste, Kondome, feuchtes Toilettepapier, Baby- oder Putztücher und eben auch Monatshygieneprodukte.

Wie viel davon machen Monatshygieneprodukte aus?

Rund 20 Prozent, also 1400 Tonnen.

Sind Bio-Tampons unkomplizierter zu entsorgen?

Nicht wirklich. Auch die lösen sich nicht auf, selbst wenn sie in der Herstellung umweltschonender sind.

Was ist das Ärgste, das Leute in Wien ins Klo werfen?

Tiere, mitunter lebend. Etwa Fische.

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