Hoch die nationale Solidarität!

Die Publizistin und Politikerin Sahra Wagenknecht rechnet mit dem linksliberalen Milieu ab - und glorifiziert deutsche Tugenden

EINORDNUNG: MATTHIAS DUSINI
Feuilleton, FALTER 16/21 vom 21.04.2021

Im Wiener Bezirk Neubau begegnet man ihnen auf Schritt und Tritt. Menschen, die für offene Grenzen eintreten und ihre polnische Putzfrau schwarz beschäftigen. Sie zünden Kerzen für "Geflüchtete" an und schicken ihre Kinder auf Privatschulen. Der Zweifel an der eigenen sexuellen Identität genügt, um aus behüteten Mittelschichtskindern Mitglieder einer bedrohten Minderheit zu machen. Vor 20 Jahren hieß dieser Sozialtypus Bobo, ihre Kinder gelten als Woke. Die deutsche Autorin und Politikerin Sahra Wagenknecht nennt sie "Die Selbstgerechten".

In ihrem Buch, das diesen Titel trägt, rechnet Wagenknecht mit einem Milieu ab, das sich zwar links nennt, aber in ihren Augen die Grundsätze sozialistischer Politik verrät. Die "alte Linke" habe gegen die Macht der Finanz- und Betriebsvermögen aufbegehrt und sich für die Abschaffung der ökonomischen Ungleichheit eingesetzt.

Der linksliberale Lifestyle hingegen vertrete nicht mehr die Underdogs, sondern die Eliten. Diversity und Gendersternchen

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  1314 Wörter       7 Minuten

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