Gestützt vom Volk, außenpolitisch souverän

Pflichtlektüre für alle, die verstehen wollen, wie semi-autoritäre Regierungen funktionieren: Paul Lendvais Viktor-Orbán-Biografie

OLIVER SCHMITT
Politik, FALTER 17/21 vom 28.04.2021

Viktor Orbán ist einer der wichtigsten Politiker Europas. Als Ministerpräsident eines kleinen Landes hat er eine Machtstellung erreicht, von der aus er die Geschicke der Europäischen Union maßgeblich beeinflussen kann. Wie ist diese Konstellation möglich geworden? In der erweiterten Auflage seines preisgekrönten Buches erklärt Paul Lendvai den Aufstieg Viktor Orbáns vor dem Hintergrund der jüngsten Geschichte Ungarns. Lendvai stellt Orbán neben den autoritären Staatsführer Miklós Horthy (1919-1944) und den kommunistischen Machthaber János Kádár (1957-1988). Alle drei prägten Epochen, und alle drei standen an der Spitze autoritärer Systeme. Was Orbán gegenüber den beiden anderen kennzeichnet, ist mehrerlei: seine enorme ideologische Wandelbarkeit; sein auf Selbstbereicherung der regierenden Elite ausgerichtetes System; sein erheblicher außenpolitischer Spielraum. Orbán begann 1989 seine Karriere als mutiger Kritiker des kommunistischen Machtsystems. Seine Fidesz-Partei

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  601 Wörter       3 Minuten

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