„Das ist Klassenjustiz und sonst nichts"

Eine unbescholtene Frau landet nach einem bedrohlichen Schrei im Maßnahmenvollzug. Das OLG Linz betoniert sie weiter ein

FLORIAN KLENK
Politik, FALTER 19/21 vom 12.05.2021

Warum verlieren in Österreich psychisch kranke Menschen ihre Freiheit? Und wie lange dauert es, bis sie wieder aus der geschlossenen Justiz-Psychiatrie, dem sogenannten "Maßnahmenvollzug", entlassen werden? Das ist eine große politische Frage, denn die Anzahl der zurechnungsunfähigen "Maßnahme"-Häftlinge hat sich in den letzten 20 Jahren verdreifacht - von 200 auf 600. Als der Falter anno 2015 Bilder von verwahrlosten Maßnahmepatienten mit verfaulten Füßen druckte, versprach das Justizministerium eine Reform. Bis heute wurde sie nicht umgesetzt. Die amtierende Ministerin Alma Zadić (Grüne) versicherte immerhin, dass eine Novelle kurz bevorstehe.

Was ist da los? Ein verstörender Fall aus Oberösterreich zeigt, wie schnell man in Österreich wegen einer Bagatelle hinter Gittern landet, wenn man psychisch krank ist. Die Geschichte der schizophrenen Mutter Brigitta P., 63, wurde im Falter (51/20) schon einmal breit berichtet. Am 24. Juli des vergangenen Jahres wurde die ehemalige

ANZEIGE
  582 Wörter       3 Minuten

Sie haben bereits ein FALTER-Abo?


Sie nutzen bereits unsere FALTER-App?
Klicken Sie hier, um diesen Artikel in der App zu öffnen.

Jetzt abonnieren und sofort weiterlesen!

Jetzt abonnieren und sofort weiterlesen!

Print + Digital

  • FALTER sofort online lesen
  • Wöchentliche Print-Ausgabe im Postfach
  • FALTER als E-Paper
  • FALTER-App für iOS/Android
  • Rabatt für Studierende
Jetzt abonnieren

1 Monat Digital

  • FALTER sofort online lesen
  • FALTER als E-Paper
  • FALTER-App für iOS/Android
Jetzt abonnieren

Digital

  • FALTER sofort online lesen
  • FALTER als E-Paper
  • FALTER-App für iOS/Android
  • Rabatt für Studierende
Jetzt abonnieren
Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Alle Politik-Artikel finden Sie in unserem Archiv.

12 Wochen FALTER um 2,17 € pro Ausgabe
Kritischer und unabhängiger Journalismus kostet Geld. Unterstützen Sie uns mit einem Abonnement!