„Das Arbeitslosengeld ist nicht zu hoch“

Wie hat Österreich die Corona-Krise überwunden? Und was kommt noch auf uns zu? Ein Gespräch mit Johannes Kopf, dem Chef des AMS

Eva Konzett
POLITIK, FALTER 23/21 vom 08.06.2021

Foto: Christopher Mavrič

Ein unscheinbarer Kasten im 20. Bezirk, fünfter Stock, das Büro von Johannes Kopf: Mit Blick auf die Fernwärme Wien steuert der AMS-Chef den österreichischen Arbeitsmarkt. Ein Schreibtisch, eine Sitzecke, viel Kunst und das „Cockpit“, der mannshohe Bildschirm, der sekündlich die aktuellen Arbeitsmarktzahlen runterrattert: 4931 Menschen haben sich am vergangenen Freitag arbeitslos gemeldet. Die Covid-19-Krise hat den Arbeitsmarkt verheert. Aktuell sind immer noch 400.000 Österreicher ohne Job. Wie geht es weiter? Zeit für ein Gespräch.

Falter: Herr Kopf, es ist doch paradox: Österreichische Arbeitgeber melden 100.000 vakante Stellen, gleichzeitig sind knapp 400.000 Menschen arbeitslos oder in Schulung. Wie kann das sein?

Johannes Kopf: Das ist eine Momentaufnahme, die zu falschen Schlüssen führt. Der Arbeitsmarkt besteht aus Bewegung. Ein Drittel der Stellen ist innerhalb von zehn Tagen wieder weg. Wenn ich das ganze Jahr anschaue, haben wir ungefähr eine Million arbeitssuchende Menschen und rund 560.000 offene Stellen.

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  2544 Wörter       13 Minuten

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