Das gefundene Fressen am Silbertablett

Moscheen und islamische Vereine zählen zu den Top-Angriffszielen Rechtsradikaler. Muss man das der Integrationsministerin wirklich noch erklären?

KOMMENTAR: JULIA EBNER
Falter & Meinung, FALTER 23/21 vom 09.06.2021

Die neue Islam-Landkarte ist vor allem eines: ein gefundenes Fressen für rechte Extremisten im Netz. Ein Blick auf die verschlüsselte Nachrichten-App Telegram zeigt: Identitäre in Österreich und im Ausland feiern die von der Bundesregierung präsentierte Landkarte von 600 islamischen Einrichtungen, inklusive Privatadressen und Privatnummern. "Jeder kann jetzt mitmachen", liest man in der Identitären-Telegram-Gruppe "Widerstand in Bewegung".

Rechte Aktivistinnen und Aktivisten in Österreich werden dazu aufgerufen, die Islam-Landkarte zu studieren, provokative Schilder an aufgelisteten Moscheen zu montieren und sie in den sozialen Netzwerken zur schnellen Verbreitung zu veröffentlichen. Im Internet gibt es bereits Foren, in denen man sich die Warntafel mit der Aufschrift "Achtung Islamismus" herunterladen kann. Dabei wird direkt auf die offizielle Website des Projekts Islam-Landkarte verwiesen.

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