„Das klappt in jedem Fußballstadion“

Wir brauchen ein Pfand auf Einwegflaschen, sagt Walter Hauer. Und er ist immerhin Hauptautor der vom Umweltministerium beauftragten Studie zum Thema. Aber warum hat die Ministerin das Pfand dann nicht ins neue Gesetz geschrieben?

Gerlinde Pölsler
NATUR, FALTER 24/21 vom 15.06.2021

Foto: Christopher Mavrič

Die Mehrwegflasche muss wieder ins Regal: 60 Prozent der Biere, jedes fünfte Mineralwasser und jede zehnte Milch müssen die Geschäfte ab 2024 in Mehrweg anbieten. So steht es in der geplanten Novelle zum Abfallwirtschaftsgesetz. Ursprünglich hatte Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) mit ihrem „3-Punkte-Plan gegen Plastikflut“ aber auch ein Pfand auf Einwegflaschen und -dosen geplant. Im neuen Entwurf, zu dem die Begutachtungsfrist soeben abgelaufen ist, ist das Einwegpfand verschwunden. Dennoch gehen großen Teilen der Wirtschaft selbst die aktuellen Pläne noch zu weit.

Dabei müssen derzeit pro Jahr 16 Tonnen achtlos weggeworfener Müll aus Straßengräben, von Flussufern und Autobahnen zusammengeklaubt werden, etwa jedes zehnte weggeworfene Stück ist eine Plastikflasche. Auch die EU macht Druck, um dieses so genannte Littering und die Ressourcenverschwendung durch Einwegplastik einzudämmen: Bis 2024 muss Österreich das Recycling von Plastikverpackungen auf 50 Prozent verdoppeln. Sonst setzt es Strafzahlungen.

Wie die EU-Ziele zu erreichen sind, weiß kaum jemand im Land besser als der Maschinenbauer und Betriebswirt Walter Hauer: Er war Hauptautor der Studie im Auftrag des Umweltministeriums, ausgeschrieben noch von Gewesslers Vor-Vorgängerin Elisabeth Köstinger (ÖVP). Für Hauer ist klar: „Ohne Pfand wird’s nicht gehen.“

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  1645 Wörter       8 Minuten

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