Warme Füße

Mit dem Roman "Die alte Johanna" hat die österreichische Schriftstellerin Renate Welsh das Porträt einer Frau vollendet, das sie 1979 begonnen hatte

STEFANIE PANZENBÖCK
Feuilleton, FALTER 28/21 vom 14.07.2021

Foto: Heribert Corn

Die Schuhe machen den Unterschied. Als Johanna ein junges Mädchen war, musste sie bis Allerheiligen barfuß gehen. Um die Füße zu wärmen, stieg sie in frische Kuhfladen auf der Weide, wo sie die Tiere zu hüten hatte.

Es ist eine der vielen Geschichten, die die Schriftstellerin und Kinderbuchautorin Renate Welsh in ihrem Buch "Johanna" aus dem Jahr 1979 erzählt. Aber es ist die ausschlaggebende, wie die Leserinnen und Leser nun in der Fortsetzung "Die alte Johanna" erfahren.

Johanna ist keine fiktive Figur, sondern sie war Welshs Nachbarin in einem Dorf in Niederösterreich. Vor ein paar Jahren starb sie. Die beiden Frauen lernten einander 1965 kennen. Als Johanna immer wieder aus ihrem Leben erzählte, entstand in Welsh der Wunsch, ein Buch darüber zu schreiben. Doch die Nachbarin wehrte ab. Wie sollte sich eine Arzttochter in das Leben der Tochter einer ledigen Magd hineinfühlen?

Als Johanna eines Tages zu Besuch kam, sagte sie zu Welsh: "Wenn Sie wüssten, was wir beim Hüten

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  839 Wörter       4 Minuten

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