Fluss oder Strom

Gewässer sind in Österreich EU-rechtlich geschützt. Warum können sie trotzdem weiterhin verbaut werden? Ein Lokalaugenschein an den Ufern der Osttiroler Gletscherflüsse

BETTINA SLAMANIG
Natur, FALTER 33/21 vom 18.08.2021

Der Kalserbach ist einer der wichtigsten Zuflüsse der Isel. Hier ist ein Wasserkraftwerk geplant (Foto: Bettina Slamanig)

Marianne Götsch kurvt mit ihrem blauen Golf über Osttiroler Serpentinen nach Kals am Großglockner. Bewaldete Hügel begrenzen das schmale Tal, ehe es sich öffnet und den Blick auf die Gipfel des Nationalparks Hohe Tauern freigibt. Etwas unterhalb der Straße schlängelt sich der Kalserbach durchs Tal. Er gehört neben dem Tauernbach und der Schwarzach zu den wichtigsten Zubringern der Isel und bildet mit diesen das Herzstück der Osttiroler Gletscherflüsse.

Götsch arbeitet als Gewässerschutzexpertin für die Umwelt-NGO WWF, sie ist auf dem Weg zum Kalserbach, wo ein neues Wasserkraftwerk errichtet werden soll. Seit Jahren ringt sie um die Zukunft der Osttiroler Gletscherflüsse: Während die Gemeinden die Flüsse nützen wollen, um erneuerbaren Strom zu erzeugen, will Götsch diese vor dem kommunalen Zugriff schützen. Schließlich sind die Isel und ihre Zuflüsse ein besonderer Naturlebensraum. Noch weitgehend unverbaut und naturnahe, beheimaten sie eine Reihe von Tier- und Pflanzenarten,

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