Der Anwalt der Republik

Wolfgang Peschorn hat einen Entschädigungsfonds für die Opfer des Terroranschlags geschaffen. Das Porträt eines ungewöhnlichen und mächtigen Staatsdieners

TIMO SCHOBER
Politik, FALTER 39/21 vom 29.09.2021

Foto: Christopher Mavrič

Zehn Gehminuten von seinem Büro entfernt ist es passiert. Am Abend des 2. November vergangenen Jahres sitzt Wolfgang Peschorn vor seinem Computer und schreibt einen Brief an den burgenländischen Landtag zu Ende. Es geht um den U-Ausschuss, der die Commerzialbank-Pleite aufarbeiten soll. Als Peschorn sich auf den Heimweg begibt, kreisen über seinem Kopf Hubschrauber, überall hört er Sirenen.

Nur 800 Meter entfernt hat Kujtim F. kurz vor 20 Uhr am Desider-Friedmann-Platz in der Wiener Innenstadt ein Sturmgewehr aus seiner Einkaufstasche geholt. F. läuft in den folgenden zwölf Minuten durch die Gassen rund um das Bermudadreieck und schießt wahllos in die Menschenmengen. Er tötet dabei vier Personen, 23 weitere werden zum Teil schwer verletzt. Peschorn sieht die Polizisten, deren oberster Chef er als Interimsinnenminister war.

Am späteren Abend dann die Gewissheit: Es war ein islamistischer Terrorangriff. Für Peschorn bedeutet das auch: eine Menge Arbeit. Der Mann leitet als Präsident

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