Pesls Festwochentagebuch

Ich habe viel nachgedacht und mich verabschiedet

Notizen eines Festivalbesuchers im Elegierausch (11)

Martin Pesl
Feuilleton, FALTER 39/21 vom 29.09.2021

Dienstag, 21. September: Liebes Tagebuch! In der letzten von unglaublichen elf Festwochen standen doch wieder Theaterproduktionen auf dem Programm. Oder zumindest etwas in der Art. "Lieder ohne Worte" von Thom Luz war ein Bildertheater mit Licht, Musik und Texten, eigentlich ein Christoph-Marthaler-Abend. Ist es nicht seltsam, dass Theater aus der Schweiz so schnell und einfach mit dem Werk des berühmten Landsmanns vergleichbar ist? In der Halle G im Museumsquartier gab es jedenfalls eine im Wesentlichen leere Bühne zu sehen, die nach und nach von schrulligen Menschen recht umständlich mit Versatzstücken eines Autounfalls gefüllt wurde, also zum Beispiel mit Bremsspuren und natürlich einem Kleinwagen, aus dem es ordentlich rausdampft. Dampf wurde zwischendurch auch geplaudert, die zusammengestellten Texte sollten neben der sinnlichen Irritation auch das Hirn ein bisschen anregen. Letzteres hat nicht ganz funktioniert, meine Gedanken haben sich sehr oft in den elegischen Nebel verabschiedet.

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  302 Wörter       2 Minuten

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