Worüber Österreich ...

Politik, FALTER 39/21 vom 29.09.2021

... redet

DIE WOCHE DER KLIMASCHÜTZER

Umweltaktivisten zeigten Zähne. Extinction Rebellion besetzte die SPÖ-Zentrale in der Löwelstraße und Greenpeace das Bürgermeisterbüro im Wiener Rathaus, um gegen die Haltung der Partei in Sachen Stadtstraße und Lobautunnel zu protestieren. Die SPÖ will bauen, die Aktivisten sind dagegen. Damit nicht genug: Aktivisten von "Platz für Wien" sperrten die Wallensteinstraße, Extinction Rebellion blockierte die Straßenkreuzung vor der Urania. Am Freitag brachte schließlich Fridays for Future zehntausende Menschen in ganz Österreich für den Klimaschutz auf die Straße.

... staunt

EINVERNAHME DES KANZLERS

Sebastian Kurz ist bereits Anfang September wegen des Verdachtes der Falschaussage im Rahmen seines Auftritts im U-Ausschuss einvernommen worden. Das Einvernahmeprotokoll zeigt einen dünnhäutigen Kanzler, der sich von Oppositionspolitikern und Staatsanwälten schlecht behandelt fühlt. Dass er eine Frage des Neos-Abgeordneten Helmut Brandstätter im U-Ausschuss mit Nein beantwortet hatte, erklärte Kurz so: "Wenn ich vom Brandstätter etwas höre, nehme ich immer eine generell ablehnende Haltung ein." Ob ihn das von der Wahrheitspflicht entbindet?

... reden sollte

EX-ÖVP-POLITIKER VOR GERICHT

Gutes Personal ist heutzutage schwer zu bekommen. Der Tiroler Ex-ÖVP-Politiker Richard Seeber hatte dieses Problem in seiner Zeit als EU-Abgeordneter offenbar nicht. Er beschäftigte einen rumänischen Geschäftsfreund als Berater. Der Mann, der laut Seeber zahlreiche Themengebiete für ihn abdeckte, stellte über mehrere Jahre rund 400.000 Euro in Rechnung. Blöderweise existieren keinerlei Belege über die angebliche Arbeit des externen Beraters. Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Männern Betrug vor, der Fall wird derzeit am Innsbrucker Landesgericht verhandelt.

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