Die Meinungsmacherin

Sie startete als Hoffnungsträgerin der ÖVP-Familienpolitik und endet als Beschuldigte in der Causa Kurz

NINA BRNADA
Politik, FALTER 41/21 vom 13.10.2021

Sophie Karmasin hätte die Ursula von der Leyen Österreichs werden sollen. Ende 2013 war sie als parteilose Familienministerin auf ÖVP-Ticket in die Regierung unter Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) geholt worden. Viele Kommentatoren setzten in die zweifache Mutter und Unternehmerin die Hoffnung, der damals noch schwarzen Volkspartei zu einem moderneren Familienbild zu verhelfen - ähnlich wie dies der nunmehrigen EU-Kommissionspräsidentin und deutschen Ex-Familienministerin von der Leyen bei der konservativen CDU gelungen war.

Stattdessen fiel Karmasin aber eher mit sonderbaren Forderungen auf, etwa nach der Umwidmung des Ersten Mai vom Tag der Arbeit zum Tag der Familie. Oder mit einer streng konservativen Ablehnung der Ehe für Homosexuelle, als sie 2015 meinte: "Ehe soll heterosexuellen Paaren vorbehalten sein."

So wenige Spuren ihre Amtszeit als Familienministerin hinterlassen hat, so brisant ist nun das strafrechtliche Nachspiel, das sie haben wird. Der Wienerin Sophie Karmasin,

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